ends+stems neue Rezeptplattform sagt den Kampf gegen die Verschwendung von Lebesnmitteln an

Selber kochen macht Spaß und liegt im Trend, um sich gesund und nachhaltig zu ernähren. Aber wer kennt es nicht, dass am Anfang der Woche Lebensmittel eingekauft werden und am Ende hat man verschiedene Lebensmitteln als Reste über. Bei vielen Menschen landen diese Zutaten nach kurzer Zeit in der Mülltonne, da eine halbe Zwiebel und anderthalb Möhren nicht ausreichen, um ein leckeres Abendessen kochen zu können.

Rezeptplattform anders gedacht

Ein neue Rezeptplattform will dieses Problem lösen. Klar gibt es schon eine Vielzahl an Rezeptplattformen, wie Chefkoch, Cookidoo, KäptnCook die ich gerne und viel nutze. Doch ends+stems verfolgt einen anderen Ansatz und hat gestern seine Web App gelauncht. Diese bietet speziell ausgewählte Rezepte an, die den Umgang mit verderbliche Lebensmittel optimieren. Das Kernelement der Plattform ist, dass jeden Freitag 3 Rezepte per E-Mail dem Nutzer zugeschickt werden. Der Nutzer kann dann die Anzahl an Portionen (max 6.) auswählen und es wird automatisch eine Einkaufsliste generiert. Über die Web App kann dann diese eingesehen oder auch ausgedruckt werden. Der Service ist nicht umsonst und kostet 12,50$ im Monat, beim Abschluss eines Jahresabo, kann man die monatlichen Kosten auf 9,50$ drücken.

Die Besonderheit an den Rezepten ist, dass diese so optimiert sind, dass alle Zutaten verwertet werden und am Ende der Woche der Kühlschrank im besten Falle komplett leer ist. Zum Beispiel benutzt das erste Rezept der Woche, die oben erwähnten Möhren und Zwiebeln nur teilweise. Das dritte Wochengericht verwertet dann den Rest. Doch es werden nicht nur die Lebensmittel weiterverwendet, die normalerweise in der Mülltonne landen. Sondern es werden auch Verschnitte von zum Beispiel einer Möhre oder Kartoffelschalen weiterverwendet. Das letzte spannende und kostenlose Feature ist die Suche nach Rezepten basierend auf zwei Zutaten, die der Kunde noch im Kühlschrank hat.

Starke Konkurrenz im Bereich Rezeptplattformen

Das schöne an der App ist, dass zwei große Trends aufgegriffen werden. Zum Einen der Trend der individuell ausgesuchten und angepassten Rezepte und Lebensmittelverschwendung. Da es sich aber um große Trends handelt, ist der Wettbewerb in diesem Bereich der Rezeptplattformen stark umkämpft. Aus diesem Grund ist es wichtig sich mit der Gründerin von ends-stems vertraut zu machen.

Alison Mountford hat im Jahr 2005 Square Meals gegründet und war somit einer der ersten Kochboxenanbieter noch vor HelloFresh, Marley spoon und viele weitere. Nach 10 Jahren und einer Transformation vom Kochboxen-Anbieter zu einem Catering und Café Dienstleister, der viele berühmte Personen, Influencer und Politiker versorgte, verkaufte Sie die Firma. Sie arbeitete noch kurz für eine Foodtech Firma und gründete ends+stems.

Somit wissen wir, dass Mountford als Entrepreneurin stark ist, jedoch gibt es andere Plattformen die sich als direkte Konkurrenz einstufen lassen. Hierzu gehören Unternehmen wie eMeals, die auch auf Subscription basierend, eine Rezeptplanung mit integrierter Einkaufsmöglichkeit in den USA anbieten. Auch die Firma Mucho, bietet ähnliches an. Und im B2B Bereich gibt es auch noch den ein oder anderen Konkurrenten wie zum Beispiel Lighter. Nicht zu vergessen die eingangs schon erwähnten Rezeptplattformen Chefkoch, Cookidoo, KäptnCook und viele weitere.

Doch der große Vorteil von ends+stems ist, dass die Firma nicht Technologie getrieben ist. Sondern die Produktentwicklung ist nah am Kunden und dessen Bedürfnissen orientiert, dies drückt sich allein durch die rege Interaktion auf Instagram von Mountford und ihren potentiellen Kunden aus. Andere Firmen wie Innit zum Beispiel präsentieren sich zwar auch selber aus sehr kundenorientiert, doch am Ende ist es wieder eine Technologie, die zu begeistern versucht.  Klar scheint es etwas altbacken, auf seiner Rezeptplattform nur eine Einkaufsliste und Rezepte anzubieten, aber vielleicht macht diese Einfachheit gerade den Reiz aus. Die Zeit wird zeigen, ob die Plattform ein Erfolg wird. Aber bei den geringen Overhead-Kosten von Mountford, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ends+stems ein Erfolg wird.